EPA und führende Wissenschaftlerinnen begehen den Internationalen Frauentag

womensday21

Anlässlich des Internationalen Frauentags am vergangenen Montag
veranstaltete das Amt eine Podiumsdiskussion zum Thema Frauen in der
Wissenschaft. Gesprochen wurde über die Gleichstellung der Geschlechter in der
IP-Welt, traditionelle gesellschaftliche Vorstellungen und die Bedeutung von
Vorbildern und Mentorinnen und Mentoren. Fünf
Mitarbeiterinnen des EPA teilten das Podium mit den Gewinnerinnen des
Europäischen Erfinderpreises Helen Lee (Publikumspreis, 2016) und Ursula Keller (Lebenswerk, 2018).

Frauen werden in Patentanmeldungen zwar immer öfter als Erfinderin
genannt und gehören großen Forscherteams an, sie machen aber immer noch einen
kleineren Prozentsatz der Gesamtzahl der Erfinderinnen und Erfinder aus. Die Teilnehmerinnen
tauschten sich über dieses Thema aus, und Keller betonte aufgrund von
Erfahrungen aus ihrem Berufsleben, wie wichtig die Rolle von Organisationen und
Führungskräften bei der Förderung von Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen ist. Sie sprach über Kommunikation und die Bedeutung klarer Prozesse:
„Rechenschaftspflicht und Transparenz sind ein absolutes Minimum.“

Bei der Veranstaltung wurden auch potenzielle Lösungen erörtert, und es
stellte sich die Frage, welche gesellschaftlichen, organisatorischen und
politischen Faktoren die Gleichstellung der Geschlechter fördern könnten. Auf die Frage, was gegen die Unterrepräsentanz von Frauen in bestimmten
Bereichen getan werden könne, erklärte Lee: „Es kommt von oben … die
Organisation muss das Talent von Frauen inhärent anerkennen und bereit sein,
Frauen in Machtpositionen zu heben.“

Vielfalt und Inklusion spielen im EPA weiter eine wichtige Rolle: Das
Amt unterstützt die Entwicklung aller Beschäftigten mit Schulungen und Mentoring-Programmen
und hat verschiedene Initiativen eingeleitet wie geschlechtergerechte Sprache
oder die Anwendung inklusiver Verhaltensweisen. Es ist sich auch seiner
Verantwortung gegenüber der Gesellschaft als Ganzem bewusst und beteiligt sich
daher an Community-Outreach-Aktivitäten, die darauf abzielen, den Anteil von
Frauen in technischen Bereichen zu steigern und ihre Zahl in Führungspositionen
zu erhöhen. Dazu gehören Initiativen wie der Girls‘ Day, der im April in
Deutschland und den Niederlanden stattfindet und das Interesse von Schülerinnen
an technischen Berufen fördern soll.

Was ist der Internationale Frauentag?

Die
ersten Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag fanden zu Beginn des
19. Jahrhunderts in einer Handvoll Länder statt. Seit Mitte der 1970er
Jahre wird der Tag von den Vereinten Nationen begangen, und die Veranstaltungen
gewannen seither an Bedeutung. Heute beteiligen sich Unternehmen,
internationale Organisationen und Einzelpersonen weltweit an zahlreichen
Aktivitäten, mit denen die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und
politischen Leistungen von Frauen herausgestellt werden und gleichzeitig auf
die Themen aufmerksam gemacht wird, die noch angegangen werden müssen.